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TRY TO BE MORE STUPID

Eva Nüßlein, Leonora Prugger, Dominik Styk,
Mariko Tsunoka, Mirjam Walter
kuratiert von Susanne Kühn und Angela Stiegler

Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Einladung zur Eröffnung der Ausstellung am
Samstag, 22. Januar 2022, 19 Uhr

Begrüßung Jürgen Knubben und Susanne Kühn Einführung in die Ausstellung:
Angela Stiegler

Performance: Dominik Styk & Co.

Dauer der Ausstellung:
23. Januar bis 6. März 2022

Für den Besuch der Ausstellung gilt die 2G+ Regel.

Leonora Prugger, 24 hours, 2021,
Öl auf Leinwand

TRY TO BE MORE STUPID eröffnet mit einer performativen Geste, bei der Dominik Styk die beteiligten Künstler:innen der Ausstellung einlädt, seine verflochtenen und verwunschenen Objekte der Installation “Mudpact” am Körper zu tragen.

Nach dem Kunststudium, unter anderem in der Klasse für Freie Malerei von Prof. Susanne Kühn an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, treffen Eva Nüßlein, Leonora Prugger, Dominik Styk, Mariko Tsunoka und Mirjam Walter mit ihren jeweiligen Positionen aufeinander und verhandeln Ansätze der zeitgenössischen Malerei.

In der Ausstellung sind diametral unterschiedliche Haltungen gegenüber “stupor” und “stupidity” zu entdecken, die im Forum Kunst Rottweil als malerische Positionen aufeinander treffen. Der Diskussionsraum entstand aus dem gemeinsamen Bestreben, Malerei als künstlerisches Medium zu untersuchen und darüber hinaus über die Frage nach Körper und Verletz- lichkeit mit den Künstlerinnen Susanne Kühn und Angela Stiegler ins Gespräch zu kommen.

Die Aufforderung, die den Titel der Ausstellung bildet, denkt stupid nicht nur als „dumm oder blöd“, sondern vielmehr
als Gefühllosigkeit, Taubheit, oder Stumpfsinnigkeit; als silly oder unwise; begreift stupid und stupor als Wörter aus einem Stamm; Stupor als den Versuch, einen höheren Bewusst- seinszustand zu erlangen; einen Zustand, in dem ein Mensch fast bewusstlos ist und seine Gedanken nicht klar sind.

Die amerikanische Germanistin, Literaturwissenschaftlerin und Philosophin Avital Ronell verwendet den Begriff der Idiotie, um zu beschreiben, wie wir selbst im eigenen Körper feststecken und der Tatsache ausgeliefert sind, dass dieser Körper Anforderungen an uns stellt. Besonders deutlich wird das, wenn der Körper krank wird oder anders geschwächt. Die Idiotie erlaubt es, Zugang zu diesem gekränkten, stupiden Körper zu erlangen.